Über Grippe, Influenza und Erkältungen

Influenza, Grippe oder doch nur Erkältung?

Grippe Virus (Quelle: Wikipedia)Auch mich hat es dieses Jahr wieder erwischt. Ein grippaler Infekt, mit welchem ich einige Tage meinen Spaß hatte! Doch so unangenehm ein grippaler Infekt auch immer sein mag, eine echte Grippe ist es nicht. Viele Leute fangen sehr schnell an davon zu sprechen, sich eine Grippe eingefangen zu haben, doch die Wenigsten werden wohl an einer wirklichen Grippe zu leiden.

Im Frühling und Herbst schlägt die Grippeepidemie alljährlich wieder zu. Spätestens seit dem Ausbruch der Spanischen Grippe 1918 dürfte klar sein, dass der Virus Influenzae nicht einfach ein harmloser kleiner Erreger ist, sondern dass Grippe durchaus auch tödlich verlaufen kann.
Die Virusgrippe darf dabei, wie bereits erwähnt, nicht mit der normalen Erkältung verwechselt werden, die im umgangssprachlichen gerne als Grippe bezeichnet wird.
Eine Erkältung oder besser gesagt, ein viraler Infekt, hat zwar ähnliche Symptome, verläuft aber um einiges harmloser als eine echte Grippe.

Symptome einer Influenza

Eine Grippe beginnt plötzlich. Die Erkrankten fühlen sich wirklich krank und haben hohes Fieber bis 40 °C, begleitet von Schüttelfrost, Kopf-und Gliederschmerzen. Die Nasenschleimhaut ist angeschwollen, die Kehle ist trocken und der begleitende Husten ist trocken. Die Kranken sind müde, Ihre Augen können tränen, sie haben keinen Appetit und oft ist ihnen übel bis hin zum Erbrechen.

Auslöser und Mutationen

Die Influenza wird ausgelöst durch Viren der Gattung Influenza Virus der Gruppe A oder B. Unglücklicherweise sind diese Viren sehr mutationsfreudig, und dies erklärt auch warum jedes Jahr eine andere Grippeform in den Fokus der Öffentlichkeit rückt. War es nun vor zwei Jahren die Vogelgrippe und diese Saison die Schweinegrippe, wird zu diesen in der kommenden Grippesaison sicherlich ein weiterer Erreger auftauchen, der die Wissenschaftler vor neue Herausforderungen stellt

Folgeerkrankungen

Grippe selbst wäre nicht so gefährlich, aber die Viruserkrankung zieht häufig bakterielle Infektionen nach sich, die das schon geschwächte Immunsystem vollends zum Zusammenbruch bringen. Gefährliche Folgeerkrankungen können sein: Gehirnentzündungen, Entzündungen der Skelletmuskeln, Herzmuskelentzündungen und Lungenentzündungen.
Besonders gefährdet sind hierbei natürlich Personengruppen, die schon an dementsprechenden Grunderkrankungen leiden.
Sollten Sie zu einer Personengruppe gehören, die dem Ansteckungsrisiko vermehrt ausgesetzt ist, gibt es neben einer Grippeimpfung, die einen gewissen Schutz bieten kann, auch diverse Vorsichtsmaßnahmen die das Risiko einer Infektion reduzieren.

Wie schütze ich mich?

Der Influenzavirus wird durch so genannte Tröpfcheninfektion übertragen. Was heißt, dass die Erreger über die Schleimhaut Zugang zum Körper bekommen. Eine Vorsichtsmaßnahme sollte deshalb sein, dass infizierte Personen Schutzmasken tragen, und somit die Verbreitung des infektiösen Materials in der Raumluft stark reduziert wird. Aber auch nicht infizierte Personen, die in Kontakt mit Kranken kommen sollten Schutzmasken zusätzlich zu Schutzhandschuhen tragen. Das Tragen der Masken schützt nicht vollständig vor Ansteckung der in der Luft enthaltenen Viren, da die Masken nicht dicht genug sitzen und die Augen frei sind.
Regelmäßiges Lüften der Räume reduziert die Anzahl der Krankheitserreger in der Luft.

Das Tragen von Schutzhandschuhen und natürlich regelmäßiges Waschen der Hände ist deshalb so wichtig, weil die in die Luft gelangten Erreger, sich auf diversen Oberflächen absetzen und dort auch noch nach 2 Tagen ansteckend sein können. Auch verschmiertes Nasensekret ist infektiös, ebenso können Gegenstände, die von erkrankten Personen berührt wurden, mit infektiösem Material behaftet sein und die Erkrankung weiter geben.

Das Robert Koch Institut empfiehlt auch aus diesem Grund regelmäßiges Händewaschen und das Tragen von Schutzhandschuhen, wenn man zum Beispiel Erkrankte pflegt.

Achten Sie außerdem auf eine ausgewogene Ernährung und ausreichenden Schlaf, denn dann ist Ihr Immunsystem besser in der Lage mit eventuellen Infektionen fertig zu werden.

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